
Nach der unnötigen 3:5 Niederlage von letzter Woche in Berlin wusste der Turn-Klubb zu Hannover, was es im Rückspiel in der niedersächsischen Landeshauptstadt geschlagen hat. Der Start ging jedoch, im Gegensatz zum Duell in der Hauptstadt, gründlich daneben.
„Das ist einfach schlecht!“, polterte Trainer Hermanns nach 0:2 Satzrückstand durch eine teilweise katastrophale Leistung. Und die deutlichen Worte sollten Wirkung zeigen. In den nächsten 3 Stunden sollte die Qualität zwar nicht wirklich steigen, aber der Kampfgeist der Brustringauswahl stimmte jetzt. Völlig verdient sicherte man sich gegen die Gäste der Berliner Turnerschaft 5 Sätze in Folge.
Das Minimalziel war erreicht und man konnte in den Play-downs in Spielen ausgleichen. Das System der Liga sah nun einen Entscheidungssatz vor. Schiedsrichter Wolfgang Bergstaedt bat die Spielführer Sommer und Lützow zu sich: „Jungs, ihr seid mein erster Entscheidungssatz. Also gebt euch Mühe!“.
Beide Teams sollten in einem offenen Schlagabtausch Folge leisten. Zuerst dominierte der TKH, dann die TS. Mit einem 3:6 Rückstand wurden die Seiten gewechselt. Comeback-Qualität hatte die Hermanns-Truppe schon des Öfteren in dieser Saison unter Beweis gestellt. Und auch heute half die Moral. Aus einem 3:6 erspielte man teilweise sehenswert den 11:8 Sieg. Der Klassenerhalt war gesichert und der Jubel im Hintzehof groß.
„Mal wieder phasenweise nicht unser Potential abgerufen, mal wieder Kämpferherz bewiesen. Ein Sinnbild für die Saison! Aber Platz 5 in der Abschlusstabelle ist verdient und motiviert uns jetzt schon für das nächste Jahr im Oberhaus“, fasst Spielführer Merlin Sommer zusammen. „Aber erstmal schauen wir jetzt, ob unser Glück auch im Casino hält und feiern danach in Hannovers Nachtleben mit der gesamten Truppe die erfolgreiche Saison.“
Vielen Dank an alle HelferInnen und UnterstützerInnen über die gesamte Saison. Wir sehen uns spätestens beim TKH-Turnier.
Für den TKH spielten: Merlin Sommer, Spiridon Michalakis, Lauritz Schubert, Tim Vollmer, Leon Riederer, Ole Brune, Christos Michalakis, Leon Pohl und Philipp Müller
Trainer: Ole Hermanns











