
Die Ausgangslage vor dem letzten Spiel der regulären Saison war klar. Ein Sieg gegen den direkten Konkurrenten aus Armstorf musste für die Playoffs um die Qualifikation zur Deutschen Meisterschaft her. Und das mit möglichst hoher Satzdifferenz.
Der Start der Hannoveraner war vielversprechend. Deutlich und souverän sicherte man sich Satz 1, indem man auch spielerisch überzeugte. Genau das Gegenteil brachte jedoch Durchgang zwei, in dem die leicht favorisierten Gäste komplett zu ihrem Spiel fanden und mit 11:1 kurzen Prozess machten. Durchgang drei wurde dann vor der Pause ein enger und umkämpfter Schlagabtausch, der auch den restlichen Spielverlauf prägen sollte. Nach einem taktischen Wechsel behielten aber letztlich die Gastgeber die Oberhand und konnten mit der Führung im Rücken die 10-minütige Pause nutzen. Was der SV Armstorf scheinbar besser machte, mit 11:9 gelang der Satzausgleich. Doch erneut wechselte das Momentum. Es folgten 2 starke Sätze des TKHs (11:7, 11:8) in denen man auch wieder in einen kleinen spielerischen „Flow“ kam. „In dieser Phase machen wir am Ball und im Kopf vieles richtig“, freut sich Coach Hermanns. „Umso ärgerlicher, dass wir dann nach der zweiten Pause scheinbar doch die Playoffs im Kopf haben und viel zu unsauber agieren.“ Chancen hatten die Leinestädter genug, jedoch „schenkte“ man Satz 7 durch zu viele leichte Defensivpatzer her. „Ein 5:2 hätte für die Playoffs gereicht. Scheinbar hat das den Arm dann doch etwas zu viel wackeln lassen“, ärgert sich Vornerechts Philipp Müller. „Das darf gerade uns erfahrenen Spielern so nicht passieren!“ Armstorf, in altbekannter Kämpfermanier, nutzte den sichtbaren moralischen Dämpfer der Gastgeber eiskalt aus und glich sogar zum 4:4 aus. Die zahlreichen Zuschauer wurden also mit fast 3 Stunden Faustball für ihr Kommen belohnt. Nach einer klaren Ansage von der Seitenlinie schafften die Hannoveraner tatsächlich nochmal den Umschwung und sicherten sich mit dem zweiten 12:10 den Tagessieg und die zwei Punkte.
„Das jetzt 2 Sätze für die Top 4 fehlen und wir statt um die DM-Quali gegen den Abstieg spielen müssen tut schon weh! Mit Platz 5 und einer 50/50 Bilanz können wir als Aufsteiger unter dem Strich jedoch erst einmal zufrieden sein“, summiert Kapitän Merlin Sommer. „Jetzt wollen wir in den beiden Duellen gegen den Abstieg aber nochmal zwei Siege gegen die Berliner Turnerschaft.“ Zuerst müssen die Leinestädter Auswärts in der Hauptstadt ran (31.1.), bevor man am 7.2 (13 Uhr) beim Heimspiel, vor einer hoffentlich vollen Halle, das Thema Abstieg ad Acta legen möchte.
Für den TKH spielten: Merlin Sommer, Spiridon Michalakis, Christos Michalakis, Philipp Müller, Leon Pohl, Ole Brune und Tim Vollmer
Coach: Ole Hermanns











