Wie schon vermutet, gab es trotz der schon grandiosen Vorrunde tatsächlich noch eine Steigerung in vielen der Playoff-Begegnungen.
Schon in den Platzierungsspielen zeigten die Mannschaften aus Berlin, Pinneberg, Waibstadt und Wünschmichelbach, dass sie die DM keineswegs abgehakt haben. Mit sehr viel Engagement und zum Teil spektakulären Aktionen wurde um jeden Ball gekämpft. Schließlich platzierten sich die Mannschaften wie folgt: 7. Platz TV Waibstadt, 8. Platz TV Wünschmichelbach, 9. Platz VFL Pinneberg und 10. wurde die Berliner Turnerschaft. Wir zollen allen Akteuren großen Respekt für die gezeigten Leistungen, besonders weil einige nach der Vorrunde doch recht enttäuscht waren und sich trotzdem noch einmal neu motivieren konnten.
Die Erwartung steigt in der Finalrunde, die zu einer reinen Nord gegen Süd Veranstaltung wird, noch einmal an, da sich auch der Gastgeber in die Quali zum Halbfinale gespielt hat. In der ersten Partie setzt sich Ahlhorn nach umkämpftem ersten Satz im zweiten relativ locker gegen Augsburg durch und gewinnt 2:0. Nachdem Moslesfehn den ersten und Hannover den zweiten Satz jeweils recht locker gewonnen hat, entwickelt sich im zweiten Spiel im Entscheidungssatz ein Krimi. Ständig wechselnde Führung bis zum 10:10 und dann gelingen den TKH-Jungs die zwei Bälle zum Matchgewinn – Halbfinale, ein Riesenerfolg.
Die beiden Halbfinals bieten erneut tollen Faustballsport, enden aber erwartungsgemäß mit 2:0 Siegen der Favoriten. Spielstarke Wardenburger bezwingen toll kämpfende Ahlhorner mit 11:8 und 11:7. Und Vaihingen setzt sich in einem packenden und hochklassigen Spiel mit 11:9 und 11:8 gegen unsere Hannoveraner durch.
Im kleinen Finale gelingt dem Turn-Klubb die Revanche für die klare Auftaktniederlage am Samstag: Ahlhorn wird mit 11:8 und 13:11 besiegt und völlig überrascht stellen wir fest, dass Hannover tatsächlich Dritter der Deutschen Meisterschaft ist. Beide Mannschaften verabschieden sich mit einer nochmals großartigen Leistung und heißumkämpften Ballwechseln aus dem Turnier.
Die beiden von vornherein favorisierten Teams aus Vaihingen und Wardenburg zeigen im Finale, wie moderner Faustball aussieht. Zwar kommt es eher selten zu langen Ballwechseln, aber die Klasse der Schlagmänner lässt dem Gegner eben oftmals kaum eine Chance, den Ball zu kontrollieren. Letztlich gewinnt die Mannschaft mit der besseren Tagesform, in diesem Fall der Wardenburger TV, den Titel. Wir gratulieren beiden Mannschaften, auch dem TV Vaihingen/Enz, zu einer tollen Turnierleistung. Beide haben maßgeblichen Anteil daran, dass wir zwei Tage lang Faustball in einer für diese Altersgruppe absolut beeindruckenden Qualität gesehen haben. Vielen Dank!
Herzlichen Glückwunsch und vielen Dank auch an alle, die bei der Organisation und Durchführung dieses großartigen Events geholfen haben. Es waren wirklich zwei tolle Faustball-Tage und alle Mitwirkenden haben es geschafft, ihr Ziel zu erreichen: eine „Veranstaltung mit Herz“.